Alexander Nast moderiert die Fuckup Night Dresden

16.03.2017 Rückblick Fuckup Night Dresden

5. Fuckup Night Dresden

„Wenn es regnet, freue ich mich. Weil wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem.“

Alexander Nast moderiert die Fuckup Night Dresden

Moderator: Alexander Nast

Die erste Story des Schweiterns handelte von dem schwierigen Weg durch die Jahre der Schule und des Studiums, wo eine scheinbare Niederlage der nächsten folgte. Seine berufliche Bestimmung zu finden und nicht nur König zu werden, in dem man unter den Blinden der Einäugige ist und mit Ablehnung zurecht zu kommen beschrieb der Vortragende anschaulich als fortlaufende Fuckups des Lebens. Wenn man für sich die Lehre daraus zieht, dass man sich am Ende wohler fühlt, abgelehnt zu werden, wenn es nicht passt, als später schmerzlich festzustellen, dass der Kunde etwas Anderes gebraucht hätte, kann man Fuckups auch als etwas Positives sehen. Raus gehen sollte man nicht mit einer Verkaufsabsicht, sondern einfach raus gehen und man selbst sein, der Erfolg kommt dann von selbst. Anhan von seiner eigenen Website verdeutlichte der Speaker, dass sich Investitionen in Corporate Design und hochwertige Fotos am Ende doch lohnen, auch wenn am Anfang das Geld dafür nicht locker sitzt. Nur durch Feedback von anderen Personen kann man erkennen, wo die eigenen Stärken liegen. Schließlich präsentierte er seine Learnings im Leben in zusammengefassten Thesen.

Fuckup Night Dresden - Speaker 1

Fuckup-Learnings zum Mitnehmen

Der zweite Vortrag drehte sich um das Thema Nachhaltigkeit anhand der eigenen Lebensgeschichte, denn der Speaker engagiert sich im Projekt Zukunftsstadt Dresden.

Fuckup Night Dresden - Speaker 2

Nachhaltigkeit lernen durch Fuckups

Spannend erzählte der dritte Speaker, wie er die Sanitär Firma der Eltern übernommen hatte, die schon zu DDR-Zeiten einen Betrieb gründen durften. Erfolgreich führte er die Geschäfte bis in die Mitte der 1990er Jahre, bis die Pleite eines Großkunden zur eigenen Insolvenz führte. Schuldgefühle über das eigene Scheitern und das Zerstören des Lebenswerks der Eltern führten zum Alkoholismus und einem Verlust der Selbstkontrollen. Durch einen Tipp fing er mit dem Laufen an und verlagerte so seine Sucht auf den Laufsport. Jeden Tag gegen sich selbst zu kämpfen und etwas Neues zu sehen, sich inspriren lassen von der Entschleunigung und Schönheit der Natur, das war seine schönen Erlebnisse beim Lauf um die Welt. Über den Marathon kehrte er quasi aus der Gosse zurück ins Leben. Der deutsche Forest Gump startet bald einen neuen Lauf, diesmal vom Nordpol zum Südpol und bekommt auch Unterstützung von Tom Hanks. Ob 25 Tausend Kilometer weit sind? „Oh ja, sehr.“ Aber daran sollte man nicht denken, wie weit es noch ist oder wie beschwerlich das wird. Denn niemand steht mit der Stoppuhr am Ziel und erwartet eine Bestzeit. Es geht nicht um schnelle Zielerreichung, sondern um den Weg. Die Eindrücke zu geniessen, die die Natur biete und auch die menschlichen Begegnungen. Auch er hat wie Forest Gump einfach „Spass am Laufen“. Der lange Weg und die Herausforderung zu bestehen, ist der Antrieb. Die Achtung und Reputation der Menschen bringen energie, denn manchmal läuft man im Regen. Wer ihm helfen will und mitleid spendet, der hat die Sache nicht verstanden. Denn lernen zu dürfen ist ein Privileg, wie ihm ein kleiner indischer Junge einmal sagte.

Fuckup Night Dresden - Speaker 3

Lauf, Forest, Lauf!

Abschließend wurde noch eine Podiumsdiskussion geführt, denn „bei Herzensprojekten hat man am meisten Angst, dass etwas schief geht.“ Das Hygienemuseum war ein sehr passender Ort für die Fuckup Night, da die Ausstellung die Gründe für Scham aus allen Seiten beleuchtet.

Fuckup Night Dresden Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

Fazit:

  • Ein Loch dort zu graben, wo man besser keins graben sollte.
  • Scheitern lieber als Möglichkeit betrachten.
  • Es geht immer wieder weiter und auch besser.

 

Liebe Grüße an den Moderator Alexander Nast und vielen Dank an Sören Frost als Veranstalter